Supersize – Teil I

Die Erde dreht sich mit atemberaubenden 1.600 km/h um ihre eigene Achse, während der Mond mit einer Geschwindigkeit von etwa 3.680 km/h die Erde umkreist. Aber das ist erst der Anfang! Die Erde selbst bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 107.280 km/h um die Sonne.

Unser gesamtes Sonnensystem rast sogar mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von 864.000 km/h um das Zentrum unserer Galaxie. Das bedeutet, dass wir alle 225 Millionen Jahre eine komplette Umrundung um unsere Heimatgalaxie – die Milchstraße – abschließen. Wenn man bedenkt, dass der Homo Sapiens erst vor etwa 200.000 Jahren auf der Bildfläche erschienen ist, wird deutlich, dass unsere Präsenz hier gerade mal einem Tausendstel von einem Umlauf entspricht.

Und während die Erde ihre 20. Runde um die Milchstraße vollendet, hat die Menschheit dramatisch zugenommen. Noch vor 200 Jahren lebten etwa eine Milliarde Menschen auf unserem Planeten. Heute sind wir bereits über 8 Milliarden. Wir haben das Gesicht der Erde in einem millionstel Teil einer galaktischen Runde bis zur Unkenntlichkeit verändert.

Und wir werden immer mehr, aber niemand will darüber reden. Stattdessen wird uns mit dem Klima-Narrativ erklärt, wir müssten nur alle ein bisschen weniger Auto fahren, weniger fliegen und weniger Fleisch essen, dann würde es für alle reichen, um in einer friedlichen und gerechten Welt zusammenleben zu können.
Die Energiewende wird uns als positives Beispiel für den Klimaschutz verkauft, aber in Wirklichkeit geht es bei der Energiewende um die Sicherung der Vormachtstellung der USA. Sie sagen Klimawandel und meinen Klimahandel. Die Energiewende ist eine verbrecherische Lüge, die für drei Viertel der Entwicklungs- und Schwellenländer in einer Katastrophe enden wird.

Das weiße Kaninchen

Vor vielen Jahren habe ich mich der Suche nach der unverfälschten Wahrheit verschrieben, einem Ziel, das jegliche Bindungen an politische, religiöse oder ideologische Strömungen der Massen unbeirrt außer Acht lässt. Es wäre mir ein Leichtes, mich der Klimabewegung, rechten oder linken Populisten, multinationalen Konzernen, der LGBTQ-Gemeinschaft oder religiösen Fundamentalisten anzubiedern und mit meinen Worten Reichtum anzuhäufen.

Doch anstatt auf diese verlockenden Verheißungen einzugehen, habe ich mich für einen anderen Weg entschieden. Ein Weg, der mich dazu brachte, dem weißen Kaninchen in seinen Bau zu folgen und wertvolle Zeit im Wunderland zu verbringen. Denn in diesem Wunderland der Wahrheit, das ich entdeckt habe, offenbart sich eine faszinierende Realität, die über alle Schranken der Konventionen und Manipulationen hinausgeht. Hier sind die Antworten nicht vorgefertigt und die Wahrheit ist keine Ware, die man zu Geld machen kann. Es ist eine Welt, die mich herausfordert, meine Annahmen zu überdenken, neue Perspektiven zu gewinnen und das Wesen der Existenz selbst zu ergründen. Ich habe zu viel Zeit im Wunderland verbracht. Selbst wenn ich wollte, was ich nicht tue, gäbe es kein zurück.

Ja, die Einkünfte aus meiner schriftstellerischen Tätigkeit reichen noch nicht aus, um davon leben zu können, aber ich habe etwas Wertvolleres gewonnen: eine innere Erfüllung, die aus der Suche nach der Wahrheit erwächst, ungeachtet der materiellen Belohnungen. Und so werde ich weiterhin dem Ruf des unbekannten Pfades folgen, tief in die Abgründe des Wunderlandes hinabsteigen, suchend und lernend, und mich mutig den Geheimnissen der Welt stellen, denn das ist meine wahre Bestimmung.

Versuchen Sie also nicht, mich in eine Schublade zu stecken, ich passe in alle und doch in keine. Wenn sie meine Texte verstehen wollen, müssen sie sich von allen begrenzenden Denkmustern befreien und den Blick auf das große Ganze richten. Wenn wir die Wahrheit in all ihrem Glanz und Schrecken akzeptieren, werden wir mit einem erweiterten Bewusstsein belohnt. Wir erkennen, dass in jedem Problem auch eine Lösung liegt, dass jede Krise eine Chance birgt und dass jede Herausforderung eine Einladung zur persönlichen und gesellschaftlichen Evolution darstellt.

Wenn ich etwas auf meiner Reise durch den Kaninchenbau gelernt habe, dann, dass jedes Problem – so erdrückend es auch sein mag – den Keim zur Lösung bereits in sich trägt. Die Wahrheit ist unbequem und schmerzhaft. Sie erschüttert unsere Überzeugungen und Vorstellungen, die wir so lange festgehalten haben. Doch gerade in diesem Moment der Erschütterung liegt die Möglichkeit für den Durchbruch.

Lassen Sie diese Worte in Ihrem Geiste verweilen, während Sie die folgenden Zeilen lesen.

Die fehlenden Puzzleteile

Die forensische Linguistik befasst sich mit der akribischen Analyse von Sprache und Schrift zur Aufklärung von Verbrechen und zur Identifizierung von Tätern. Durch die Untersuchung von Inhalt, Wortschatz und Fehlern in der Kommunikation eines Absenders können forensische Linguisten wichtige Hinweise zur Identifizierung von Tätern gewinnen. Besonders das Fehlen bestimmter Themen und Begriffe in Mitteilungen liefert unschätzbare Erkenntnisse.

Die Medienlandschaft ist ein schillerndes, aber auch lückenhaftes Mosaik von Informationen, die täglich auf uns einprasseln. Das Ergebnis ist eine verzerrte Wahrnehmung der Welt, Entscheidungen werden auf der Grundlage unvollständiger Informationen getroffen und wichtige Debatten werden nicht geführt. Es ist, als ob wir in einem finsteren Tal wandeln, gefangen in einer Realität, die von den Medien manipuliert und kontrolliert wird. Erst durch eine kritische Analyse wird deutlich, welche Themen und Ereignisse absichtlich nicht beachtet werden, während andere ständig im Rampenlicht stehen. Es ist ein Spiel der Manipulation, bei dem die Medien die Fäden ziehen und die öffentliche Meinung formen.

Ein äußerst wichtiger Faktor, der sowohl von der Politik als auch von den Medien selbst kaum thematisiert wird, ist die Medienkonzentration und ihre manipulative Wirkung. Weltweit ist eine zunehmende Zentralisierung der Medienwelt zu beobachten, bei der nur noch eine Handvoll mächtiger Presseagenturen einen überwältigenden Teil der Massenmedien dominieren. Dies hat zur Folge, dass die Meinungsvielfalt stark eingeschränkt wird und bestimmte Themen, die den Interessen der globalen Agenda zuwiderlaufen, unterdrückt werden.

Eines der wichtigsten Themen, das sie zu verbergen versuchen, ist die Weltbevölkerung. Denn diese wächst rasant und stellt eine, wenn nicht die größte Herausforderung für die Menschheit dar. Dennoch wird die Diskussion über dieses zentrale Problem allzu oft vermieden oder beschwichtigend als so gut wie gelöst dargestellt.

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Bevölkerungsexplosion

Die unterschiedlichen Zahlen zur Weltbevölkerung und ihre Projektionen sind auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen, die von methodischen Herausforderungen bei der Datenerhebung bis hin zu komplexen Agenda-Setting-Prozessen reichen. Die Bereitstellung genauer Informationen über die Größe und das Wachstum der Weltbevölkerung ist von entscheidender Bedeutung, da sie die Grundlage für politische Entscheidungen, die Entwicklungsplanung und die Zuweisung von Ressourcen bilden.

Die Veröffentlichung alarmierender Bevölkerungsprognosen könnte den goldenen Käfig des Westens erschüttern und zu politischer Instabilität führen. Regierungen und NGOs, die sich in Selbstgefälligkeit suhlen, würden in Verlegenheit geraten, weil ihre Agenda nicht auf die Lösung des Kernproblems ausgerichtet ist. Regierungen und internationale Organisationen sind daher äußerst vorsichtig (d.h. sie verschweigen die Wahrheit), um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Dies hat zur Folge, dass die offiziellen Schätzungen der Weltbevölkerung weit unter den tatsächlichen Trends liegen.

Die sich wiederholende Praxis der Medien, jede Meinung, die nicht dem vorherrschenden Narrativ entspricht, zu diffamieren und zu verunglimpfen, ist zu einer gängigen Praxis geworden. Es ist bedauerlich, dass die bloße Etikettierung einer Meinung als “Verschwörungstheorie” ausreicht, um bei einem beträchtlichen Teil der Leserschaft jegliche Aufmerksamkeit zu verlieren.

Ich möchte Sie bitten, meine Thesen mit der gebotenen Objektivität und kritischen Betrachtungsweise zu prüfen. Es liegt mir fern, mich auf blindes Vertrauen oder unreflektierte Zustimmung zu verlassen. Ich möchte Sie ermutigen, nicht nur die Argumente zu prüfen, die meine Thesen stützen, sondern auch diejenigen, die ihnen widersprechen. Vielmehr lade ich Sie ein, jedes Argument, jede Annahme und jede Schlussfolgerung sorgfältig zu hinterfragen und zu prüfen.

Die erste Milliarde wurde um das Jahr 1800 erreicht und stieg in knapp 200 Jahren exponentiell an. Die Marke von 8 Milliarden Menschen sei im Oktober 2022 oder März 2023 geknackt worden. Laut der Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen sind dies die Meilensteine:

5 Millionen – 10`000 v.Chr.
250 Millionen – 0
500 Millionen – 1500
1 Milliarde – 1804
2 Milliarden – 1927 (innerhalb von 123 Jahren)
3 Milliarden – 1960 (innerhalb von 33 Jahren)
4 Milliarden – 1974 (innerhalb von 14 Jahren)
5 Milliarden – 1987 (innerhalb von 13 Jahren)
6 Milliarden – 1999 (innerhalb von 12 Jahren)
7 Milliarden – 2011 (innerhalb von 12 Jahren)
8 Milliarden – 2022 (innerhalb von 11 Jahren)

In den vergangenen 95 Jahren hat sich die Weltbevölkerung vervierfacht. Die UNO sagt jedoch voraus, dass sich die Weltbevölkerung in den nächsten 100 Jahren nicht einmal verdoppeln, sondern nur um ein Viertel der heutigen Weltbevölkerung wachsen wird.

Von 1927 bis 1974 wuchs die Weltbevölkerung in 47 Jahren von 2 auf 4 Milliarden Menschen. Von 1974 bis 2022 hat sich die Weltbevölkerung in 48 Jahren erneut verdoppelt. Setzt sich dieser Trend fort, ergeben sich folgende Perspektiven: 2039 könnte die Weltbevölkerung auf 12 Milliarden Menschen anwachsen, 2069 auf 16 Milliarden und 2117 sogar auf 32 Milliarden.

Selbst wenn sich das Bevölkerungswachstum auf dem heutigen Niveau einpendelt, ist im Jahr 2125 mit einer Weltbevölkerung von 18 Milliarden Menschen zu rechnen.

9 Milliarden – 2034 (innerhalb 11 Jahren)
10 Milliarden – 2044 (innerhalb 10 Jahren)
11 Milliarden – 2055 (innerhalb 10 Jahren)
12 Milliarden – 2065 (innerhalb 10 Jahren)
13 Milliarden – 2075 (innerhalb 10 Jahren)
14 Milliarden – 2085 (innerhalb 10 Jahren)
15 Milliarden – 2095 (innerhalb 10 Jahren)
16 Milliarden – 2105 (innerhalb 10 Jahren)
17 Milliarden – 2115 (innerhalb 10 Jahren)
18 Milliarden – 2125 (innerhalb 10 Jahren)

Aber führende Demographen, unter anderem von den Vereinten Nationen und dem U.S. Census Bureau, gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung im Laufe dieses Jahrhunderts einen Höchststand von 9,5 bis 10 Milliarden erreichen und dann Aufgrund der Entwicklung der ärmeren Länder allmählich zurückgehen werde.

In den letzten 95 Jahren ist die Weltbevölkerung um 300% gewachsen, aber in den nächsten 100 Jahren soll sie nur noch um 25% wachsen? Das entspricht einem Rückgang der Reproduktionsrate um sage und schreibe 91,67%. Seit den 80er Jahren sagen uns die Vereinten Nationen, dass die Zahl der Menschen abnehmen wird, aber dies ist nicht der Fall und niemand stellt die Zahlen, die uns präsentiert werden, in Frage?

In populären Medien und vielen Zeitungsartikeln ist es üblich, Bevölkerungsprognosen so zu zitieren, als seien sie wie die Zehn Gebote von Gott selbst in Stein gemeißelt worden. Alle Prognosen, die eine Stagnation oder einen Rückgang der Bevölkerung in diesem Jahrhundert voraussagen, basieren alle auf der vermeintlichen Annahme, dass die Entwicklungsländer zwangsläufig dem Weg der Industrieländer folgen werden. Dies ist jedoch alles andere als sicher, um nicht zu sagen höchst unwahrscheinlich.

Bei Bevölkerungsprognosen wird meist ein Muster des demografischen Wandels verwendet, das als demografischer Übergang bezeichnet wird. Dieses Modell basiert auf der Art und Weise, wie sich die hohen Geburten- und Sterberaten in Europa im Laufe der Jahrhunderte veränderten und auf die niedrigen Geburten- und Sterberaten von heute zurückgingen. Die Projektionen gehen also davon aus, dass sich die europäischen Erfahrungen in den Entwicklungsländern wiederholen werden.

Diese Projektionen gehen von drei wesentlichen Aspekten der Fruchtbarkeit in den Entwicklungsländern aus. Erstens, dass die Fruchtbarkeit dort, wo sie bereits zurückgegangen ist, weiter abnimmt und dort, wo sie noch nicht zurückgegangen ist, ebenfalls zurückgehen wird. Zweitens, dass der Rückgang gleichmäßig und ununterbrochen sein werde. Und schließlich, dass die Fruchtbarkeit auf zwei Kinder oder weniger pro Frau sinken werde.

Die verleugnete Verantwortung

All diese Szenarien lassen jedoch die höchst unappetitlichen Tatsachen der europäischen Expansion völlig außer Acht, und während der linke Flügel der Politik die Mehrheit der Migranten als Opfer betrachtet, sieht der rechte Flügel sie überwiegend als Täter. Beide Flügel betrachten die Realität durch die Brille ihrer Parteiprogramme, argumentieren ausschließlich aus ihren zementierten Reflexbögen heraus und sehen deshalb nur die Hälfte der sich anbahnenden Katastrophe.

Erstens: Während des Kolonialismus haben viele Industrienationen Länder in Afrika, Asien und anderen Teilen der Welt kolonisiert, versklavt und ausgebeutet, und es wurden einseitige Handelsbeziehungen aufgebaut. Dieser historische Hintergrund hat den Wohlstand der Industrienationen zweifellos erst möglich gemacht.

Zweitens: Die Industrieländer sind auf Rohstoffe angewiesen, die in den Entwicklungsländern im Überfluss vorhanden sind. Die reichen Ressourcen in diesen Ländern werden hauptsächlich von multinationalen Unternehmen aus den Industrieländern kontrolliert und ausgebeutet, was zu geringen Einnahmen und einer begrenzten wirtschaftlichen Entwicklung in den Entwicklungsländern führt. Die Industrieländer hingegen profitieren vom konstanten und billigen Zugang zu diesen Rohstoffen.

Drittens: Die Industrieländer haben ihre Produktion in die Entwicklungsländer verlagert, um von den niedrigen Löhnen und günstigen Produktionsbedingungen zu profitieren. Dadurch können sie ihre Kosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Gleichzeitig bleiben die Entwicklungsländer auf einfache Arbeitsplätze und niedrige Löhne beschränkt, während die Wertschöpfung in den Industrieländern stattfindet.

Viertens: Der Welthandel ist durch Ungleichgewichte zugunsten der Industrieländer gekennzeichnet. Tarifäre (Zölle, Subventionen, Quoten, Einfuhrverbote und -kontingente) und nichttarifäre Hemmnisse (Handelsbeschränkungen, bürokratische Hürden, Embargos und Sanktionen) sowie ungleiche Verhandlungsmacht haben dazu geführt, dass Entwicklungsländer ihre Rohstoffe oft zu niedrigen Preisen exportieren, während sie teure Produkte aus Industrieländern importieren müssen. Dies verschafft den Industrieländern einen Wettbewerbsvorteil und erschwert oder verunmöglicht den Entwicklungsländern den Zugang zu wertschöpfenden Industrien.

Fünftens: Die Entwicklungsländer haben oft hohe Auslandsschulden, die sie bedienen müssen. Internationale Finanzinstitutionen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank haben Strukturanpassungsprogramme durchgesetzt, die Sparmaßnahmen und Wirtschaftsreformen beinhalten. Diese Programme wirken sich negativ auf die soziale und wirtschaftliche Lage der Entwicklungsländer aus, während die Industrieländer weiterhin von den Zinszahlungen und dem Zugang zu den Märkten profitieren.

Sechstens: Die Entwicklungsländer investieren in die Ausbildung ihrer Bevölkerung, aber die wenigen gut ausgebildeten Fachkräfte wandern auf der Suche nach besseren Karrierechancen und Lebensbedingungen in die Industrieländer ab. Dies führt zu einem “Brain Drain” oder einer Abwanderung von wirklich qualifizierten Arbeitskräften, was die Entwicklungsländer weiter schwächt.

Siebtens: Die Industrieländer ziehen Wirtschaftsmigranten an, die bereit sind, zu niedrigeren Löhnen als die einheimische Bevölkerung zu arbeiten. Diese Arbeitnehmer können aufgrund ihres Migrationsstatus oder mangels Alternativen gezwungen sein, unsichere Arbeitsbedingungen wie lange Arbeitszeiten, fehlende Arbeitnehmerrechte zu akzeptieren. Dadurch können die Industrienationen ihre Arbeitskosten senken und ihren Wohlstand steigern.

In Wirklichkeit verfolgen die multinationalen Konzerne und die Industrienationen, in denen diese Unternehmensgiganten Steuern zahlen und Lobbyarbeit bei Politikern und Medien leisten, nur ihre eigenen eigennützigen Ziele und haben kein Interesse an einer echten Entwicklung der Dritten Welt. Sie unterstützen und etablieren korrupte Regierungen in der Dritten Welt, um ihre Interessen zu schützen, billige Ressourcen zu sichern und eine echte Demokratisierung der internationalen Institutionen zu verhindern. Die Industrienationen sind nicht bereit, ihren Reichtum und ihre Macht zu teilen und halten die Dritte Welt absichtlich in Schulden und Armut gefangen.

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Energie ist Macht

Die Agenda der Energiewende wird uns als positives Beispiel für den Klimaschutz verkauft, aber in Wahrheit geht es bei der Energiewende darum die Vorherrschaft der USA zu sichern. Sie sagen Klimawandel, meinen aber Klimahandel. Deshalb ist der grösste Öl-Verbraucher der Welt – die US-Armee – von den jährlichen Klimabilanzen ausgenommen.

Das US-Militär ist laut Global Firepower die schlagkräftigste Armee der Welt: Neben mehr als 1,8 Millionen Soldaten (davon 1,39 Millionen im aktiven Dienst) verfügen die US-Streitkräfte über 13.300 Flugzeuge und Hubschrauber, darunter 1.900 Kampfflugzeuge, 303.535 gepanzerte Fahrzeuge, 5.500 Kampfpanzer sowie elf Flugzeugträger. Eine klimaneutrale Armee bis 2050 können sich die USA nicht leisten, das wäre schlicht zu teuer.

Laut dem BP Statistical Review of World Energy 2021 beliefen sich die nachgewiesenen globalen Erdölreserven Ende 2020 auf etwa 1,7 Billionen Barrel. Jedes Jahr werden etwa 35,4 Milliarden Barrel verbraucht, das sind etwa 97 Millionen Barrel pro Tag. Das Öl reicht demnach noch für 47 Jahre. Im Jahr 2022 verbrauchten die Vereinigten Staaten im Durchschnitt etwa 20,28 Millionen Barrel Erdöl pro Tag, also insgesamt etwa 7,4 Milliarden Barrel Erdöl.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind wahre Schwergewichte im weltweiten Ölverbrauch. Mit stolzen 20,90 % tragen sie zu einem Fünftel des gesamten Erdölbedarfs der Menschheit bei. Doch was diese Zahlen so beeindruckend macht, ist die Tatsache, dass lediglich 4,15 % der Weltbevölkerung für diesen gewaltigen Verbrauch verantwortlich sind.

Stellt man sich vor, alle Nationen hätten einen ähnlichen Durst nach Öl wie die USA, dann wird das Ausmaß dieses Energiehungers deutlich. Täglich würden dann rund 1,65 Milliarden Barrel Öl verbraucht, was sich auf beeindruckende 602,25 Milliarden Barrel pro Jahr summiert und das Ende des Ölzeitalters in nur 2,7 Jahren einläuten würde.

Ist es nicht interessant, dass die Energiewende gerade jenen Ländern den Saft abdreht, die am Tisch der Macht gleichberechtigt zu werden drohen, weil sie mit Öl Geld verdienen können? Die (unvollständige) Liste liest sich wie ein Who is Who der erklärten US-Feinde: Russland, Saudi-Arabien, Irak, Volksrepublik China, Iran, Irak, Brasilien, Kuwait, Libyen, Nigeria, Libanon, Sudan, Algerien, Angola, Oman, Katar, Venezuela.

Irak

Der Irak ist reich an Ölvorkommen und verfügt über eine der weltweit größten Ölreserven. Öl ist die wichtigste Einnahmequelle für das Land und macht den Großteil der Exporte aus. Vor dem Irak-Krieg wurde der Ölhandel des Landes durch das von den Vereinten Nationen verwaltete Oil-for-Food-Programm kontrolliert. Die 64 Milliarden-Dollar-Operation war das Prestigeprojekt der Vereinten Nationen, mit dem das Husarenstück gelingen sollte, den Diktator Saddam Husseins zu isolieren, ohne die 24 Millionen Menschen seines Landes darunter leiden zu lassen.

Saddam durfte nur unter UN-Aufsicht Öl verkaufen, um Lebensmittel und Medikamente für sein Volk zu beschaffen. Alles, was zwischen 1996 und 2003 beschafft wurde, musste zuvor von dem eigens eingerichteten UN-Sanktionsausschuss genehmigt werden. Am Ende durfte der Diktator nur noch den Scheck unterschreiben.

Infolge korrupter Praktiken, ineffizienter Ressourcennutzung und fehlender Kompetenz innerhalb der Vereinten Nationen entwickelte sich das einst vielversprechende Oil-for-Food-Programm zu einem wahr gewordenen Alptraum, der paradoxerweise Saddam Husseins Machtposition stärkte, anstatt sie zu untergraben. Untersuchungen der New Yorker Staatsanwaltschaft sowie eines Senatsausschusses in Washington enthüllten die unglaubliche Tatsache, dass Saddam Hussein nicht weniger als 21 Milliarden Dollar aus diesem Programm und illegalen Ölverkäufen abzweigte und in die eigene Tasche wirtschaftete.

Die Behauptungen über Massenvernichtungswaffen im Irak beruhten auf Berichten des Irakischen Nationalkongresses (INC), einer irakischen Oppositionsgruppe im Exil unter der Leitung von Ahmad Chalabi. Im Vorfeld der Invasion des Irak im Jahr 2003 lieferte der Irakische Nationalkongress (INC) mit Unterstützung der Lobbyorganisation BKSH & Associates einen Großteil der Informationen, auf die sich die US-Geheimdienste bei ihrer Verurteilung des irakischen Präsidenten Saddam Hussein stützten, darunter Berichte über Massenvernichtungswaffen und angebliche Verbindungen zu Al-Qaida. Alle diese Informationen erwiesen sich als falsch.

Die US-Regierung unter Präsident George W. Bush und einige andere Staaten, darunter Großbritannien, nutzten diese Informationen wider besseres Wissen, um den Einmarsch in den Irak im Jahr 2003 zu rechtfertigen, indem sie behaupteten, der Irak verfüge über chemische, biologische und höchstwahrscheinlich auch nukleare Waffen und stelle eine unmittelbare Bedrohung dar. Diese Behauptungen wurden sowohl gegenüber der internationalen Gemeinschaft als auch gegenüber der Öffentlichkeit verbreitet.

Nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein begannen die USA mit dem Wiederaufbau des Landes und der Umstrukturierung der Ölwirtschaft. Das “Oil-for-Food”-Programm wurde beendet und durch die US-geführte Coalition Provisional Authority (CPA) ersetzt. Die USA nutzten die Kontrolle über den Ölhandel zur politischen Einflussnahme im Irak.

Venezuela

Venezuela ist für seine riesigen Ölreserven bekannt und hatte einst eine florierende Ölwirtschaft. Das Land gehörte 1960 zu den fünf Gründungsmitgliedern der OPEC, dem einflussreichen Kartell der Erdöl produzierenden Länder. Die Ölreserven Venezuelas werden auf über 300 Milliarden Barrel geschätzt, was etwa einem Viertel der weltweit nachgewiesenen Reserven entspricht. Im Jahr 2007 war die staatliche Ölgesellschaft PDVSA noch das Rückgrat der venezolanischen Wirtschaft.

Im April 2002 wurde der damalige Präsident Venezuelas Hugo Chávez kurzzeitig durch einen Putschversuch gestürzt, nachdem es zu Demonstrationen seiner Gegner gekommen war. Nach dem Putschversuch wurde Chávez durch Demonstrationen seiner Unterstützer und militärische Maßnahmen nach zwei Tagen wieder ins Amt gebracht. Trotz eines landesweiten Streiks von Dezember 2002 bis Februar 2003, der auch den staatlichen Ölkonzern PDVSA betraf, blieb Chávez an der Macht. Während des Streiks führte Kapitalflucht zur Wiedereinführung von Devisenkontrollen durch die CADIVI-Behörde. Die Regierung musste in den folgenden zehn Jahren mehrere Währungsabwertungen vornehmen, die jedoch wenig zur Verbesserung der Situation der Bevölkerung beitrugen.

Während des landesweiten Streiks gab es jedoch Berichte und Anschuldigungen venezolanischer Regierungsbeamter, dass die USA und die CIA an der Organisation und Förderung des Streiks beteiligt waren. Die Regierung von Präsident Hugo Chávez beschuldigte die USA, den Streik als Teil eines Plans zur Destabilisierung der Regierung zu unterstützen und zu versuchen, ihren Sturz herbeizuführen.

Die US-Regierung unter Präsident George W. Bush bestritt jedoch jegliche Beteiligung oder Einmischung in den Streik. Sie erklärte, dass die Vereinigten Staaten die demokratischen Prozesse in Venezuela respektieren und keine Absichten haben, die Regierung zu stürzen. Die Regierung Bush erklärte auch, dass sie sich auf die Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela konzentriere.

Seit 2013 amtiert der linksnationalistische Präsident Nicolás Maduro Moros und wurde 2018 mit 68% wiedergewählt. Venezuela befindet sich in einer tiefgreifenden wirtschaftlichen Rezession, die von Hyperinflation, einer massiven Verschuldung, einem Rückgang der Produktion und einem Mangel an grundlegenden Gütern und Dienstleistungen gekennzeichnet ist. Das Land leidet unter einer der tiefsten wirtschaftlichen Depressionen, welche die Region je erlebt hat.

Vier Fünftel der Wirtschaftsleistung sind seit 2014 verloren gegangen. Die Bevölkerung ist weitgehend verarmt. Drei Viertel der Venezolaner leben von weniger als 1,20 Dollar pro Tag. Der Mindestlohn liegt bei 2,50 Dollar. Damit kann man sich kaum etwas kaufen. Millionen von Venezolanern haben das Land verlassen. Viele, die noch in Venezuela leben, werden von Verwandten im Ausland finanziell unterstützt.

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Sanktionen

Noch unter Barack Obama gibt es die ersten Sanktionen gegen Venezuela. Mit dem Präsidialdekret 13692 erklärt der frühere US-Präsident Venezuela im März 2015 zur “außergewöhnlichen Bedrohung für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der Vereinigten Staaten”. Die USA frieren das Vermögen von sieben Offizieren und Spitzenbeamten Venezuelas ein, ihnen wird außerdem untersagt, in die USA einzureisen oder Geschäfte mit US-Bürgern zu machen.

Unter Donald Trump setzten die USA eine verstärkte Sanktionspolitik fort. Als Nicolás Maduro bei den umstrittenen Präsidentschaftswahlen Ende Mai 2018 wiedergewählt wird, verschärft Donald Trump den Ton nochmal: Allen US-Firmen und -Bürgern wird untersagt, Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen der venezolanischen Regierung zu kaufen. Gleiches gilt für die Zentralbank und die Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela. 2019 nimmt Trump die wichtigste Einnahmequelle Venezuelas ins Visier: die Ölindustrie. Seit Ende Januar darf zwar weiterhin Öl aus Venezuela eingekauft werden, die Zahlungen müssen jedoch auf Sperrkonten erfolgen, das Auslandsvermögen wird also eingefroren. Die Strafmaßnahmen sollen solange in Kraft bleiben, bis es “eine Übergangsregierung oder demokratisch gewählte Regierung” gebe.

Im März und Juli 2019 kommt es in Venezuela zu landesweiten Stromausfällen. Im März wird das Guri-Wasserkraftwerk in der südlichen Region Guyanas von einem Hackerangriff attackiert. Es produziert 80 Prozent des Stroms in dem südamerikanischen Staat. Im Juli spricht die Regierung von Nicolas Maduro von einem “elektromagnetischen” Angriff. Im September 2020 kommt es erneut zu massiven Stromausfällen.

Im Zuge des Ukraine-Konflikts und des Ölembargos gegen Russland wird nun das jahrelang hart sanktionierte Venezuela 2022 mit dem Segen Washingtons politisch plötzlich rehabilitiert, obwohl Präsident Nicolás Maduro immer noch im Amt ist. Das US-Finanzministerium erlaubt Siemens wieder Geschäfte in Venezuela. Das deutsche Unternehmen erhält von Caracas den Auftrag, das Stromnetz des lateinamerikanischen Landes zu erneuern. Im Zuge steigender Ölpreise wollen vor allem US-amerikanische Unternehmen die riesigen und günstig zu fördernden Ölvorräte Venezuelas anzapfen. Auch europäische Ölfirmen haben neue Lizenzen ausgehandelt. Es geht also wie im Irak nicht um Demokratie und Freiheit, sondern um Öl.

Operation Mongoose

In seinem aufschlussreichen Vortrag „Venezuela 2019 – Ein gescheiterter Putsch der USA“ verweist der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser auf die Operation Mongoose, die den Sturz der kubanischen Revolutionsregierung und die Ermordung Fidel Castros zum Ziel hatte. Es wurden mehr als 30 Pläne entwickelt, die sich aus militärischen Aktionen, Sabotage und Propaganda zusammensetzten.

Geplant war der Einsatz von Green Berets, die Zerstörung kubanischer Zuckervorräte, die Sabotage der kubanischen Stromversorgung und die Verminung kubanischer Häfen. Dem geplanten Umsturz sollte die gezielte Ermordung führender kubanischer Politiker vorausgehen. Als Propaganda sollte zudem das bizarre Gerücht gestreut werden, dass Jesus Christus nach dem Sturz der kubanischen kommunistischen Partei wiederkehren würde.

Die Tatsache, dass diese staatsterroristische Geheimoperation der CIA von Präsident John F. Kennedy und dessen Bruder Robert F. Kennedy durchgeführt wurde, lässt diese glorifizierte Präsidentschaft in einem anderen Licht erscheinen.

Die Operation Mongoose enthüllt auf schockierende Weise das wahre Gesicht der USA: eine Nation, die Demokratie und Menschenrechte hemmungslos mit Füßen tritt, der nichts heilig ist und die jedes erdenkliche Mittel einsetzt, um ihre Ziele zu erreichen. So arbeitet die Weltmacht Nummer 1. In diesem Zusammenhang ist es wieder einmal interessant, um nicht zu sagen fragwürdig, wie die deutsche Wikipedia ihren Lesern drei Viertel der Informationen vorenthält. Aber vergleichen Sie selbst: Operation Mongoose (deutsch), Operation Mongoose (englisch).

Jack Kabey